Anna Rosenwasser
Herz: Feministische Strategien und queere Hoffnung
Anna Rosenwasser schreibt einen wunderbar verspielten, dramatisch ernsthaften und immer auch hoffnungsvollen Text bzw. eine Vielzahl an Texten. Die Autorin, Schriftstellerin und Nationalrätin schreibt über eine Vielzahl an Themen und Ebenen, über die schönen Seiten des Lebens (Sex) ebenso wie über die wenig schönen (Gewalt, auch sexuelle) und verliert dabei nie den Blick für das, was es trotz alledem lohnt, weiterzumachen: Hoffnung.
Ein enorm berührendes, an vielen Stellen komisches Werk, das mich doch tatsächlich auch dazu gebracht hat, heute im Zug zu weinen: «Darum kann und muss Hoffnung heißen, dass wir den Zugang zu unserer Wut, zu unserer Trauer, zu unserer Angst finden. Dass wir diese Gefühle überhaupt empfinden, heißt, dass es uns um etwas geht. Etwas, das uns so sehr am Herzen liegt, dass es uns wütend, traurig und ängstlich werden lässt.» (Herz: 214)
Unbedingte Leseempfehlung! Und ein so schönes Design noch dazu!