Atemholen

Ein Essay von The.Goth.Teacher (English below)

Für Holger, dem ich immer schon einen Text widmen wollte

Am Ende eines Lebens angekommen, stellen wir Menschen uns vor, dass wir unser Leben noch einmal vor uns sehen. Dabei fürchten wir uns, eine billige Produktion vor uns zu sehen – es muss nicht 4k-Qualität sein, aber der Plot sollte schon erfüllend sein. Das Konzept des Todes jagt uns Angst ein, dabei ist es doch viel eher das Sterben, vor dem wir uns vielleicht fürchten sollten. Diesen Moment klammern wir allerdings lieber aus, denn er ist vielleicht verbunden mit Schmerz, Krankheit, Furcht. Den Tod können wir aus wissenschaftlicher, spiritueller, philosophischer Sicht viel eher kategorisieren. Kalte Nacht, eine Dark Wave-Band aus Griechenland, widmet sich nun aber in ihrem Stück „The Last Breath“[1] genau diesen letzten Atemzügen, und damit dem Sterben.

Die Band formte sich 2017 zunächst als Soloprojekt von Nikos Konstantinidis, wurde aber bald ergänzt durch Myrto Stylou. Als Teil des Albums Urge wird das Stück an fünfter Stelle gelistet. Der erste Song ist „Runaway“, der letzte trägt den Namen „Confession“. Somit bildet „The Last Breath“ ungefähr die Mitte des Albums und markiert dadurch auch gewissermassen eine Zäsur, nicht nur strukturell.

Die meisten Menschen machen sich während ihres Lebens selten Gedanken zu ihren letzten Malen, sondern vielmehr zu den ersten Malen: zum ersten Mal alleine unterwegs sein, zum ersten Mal im Ausgang sein, zum ersten Mal lieben, sich lieben. Letzte Male werden uns erst dann bewusst, wenn sie uns vollkommen endgültig erscheinen. Dazu muss uns aber erst die Möglichkeit genommen worden sein, etwas erneut tun zu können. So wird uns zu dem Zeitpunkt klar, dass wir ein letztes Mal mit jemandem sprachen, wenn diese Person stirbt oder die Fäden zu unserem Leben so endgültig durchtrennt, dass kein Knoten mehr die losen Enden zu halten vermag. Hoffnung trägt uns dann weiter, wir wollen meist nicht wahrhaben, dass wir etwas zum letzten Mal taten. Lange wabert die Erinnerung an ein mit Schwermut bedecktes letztes Mal noch durch unseren Geist, wir können uns nicht lösen von dem Schmerz, den es verursacht, einem lieben Menschen bei der letzten Begegnung Schmerz zugefügt zu haben.

Ein- und Ausatmen werden begleitet durch diese Gedanken: I won’t wait, for the shout/Now it’s time to let go. Atmen als lebensnotwendiger Vorgang bei Säugetieren, wie wir Menschen auch eines sind, wird also häufig verstanden als Lebensgrundlage, deren Fehlen den Tod bedeutet. Diese Deutung liegt nahe, sie erklärt den Ausdruck fading out in der finalen Strophe als Entschwinden aus diesem Leben. Wesentlich zentraler als das Schwinden der sterblichen Hülle, die doch nur ein Gefäss ist für einen Geist, der weitaus länger überdauert, ist der Schrei, den Myrto auch gesanglich pointiert ins Publikum schreit: In einer Zeit, in der die Stille keine Option mehr ist, muss unser Schrei weit hinaus gehört werden.

Seit wir Menschen uns Geschichten erzählen und uns mit Sein und Werden, Entstehen und Vergehen beschäftigen, haben wir unser Bewusstsein immer wieder darauf gerichtet, was es denn bedeutet zu leben. Verschiedene Zeitalter, unterschiedliche Kulturen geben auf die Suche nach dem Sinn des Lebens andere Hinweise. Douglas Adams‘ Supercomputer[2] als ultimative KI nennt als Antwort 42. Was die Menschheit nur leider vergessen hat, ist die Frage. So geht es, unabhängig von einem Zeitalter, voraussichtlich jeder Gesellschaft in jeder Zeit. Diese Verlorenheit zieht sich anmutig durch alle Zeiten und Welten. Obwohl die Romanreihe viel Komik enthält, ist ihr Kern kein banal-witziger. Die Menschheit hat längst vergessen, die richtigen Fragen zu stellen, es sind die wenigen Menschen, die häufig still bleiben[3], die eigentlich viel zu sagen hätten. Wir leben in einer zu lauten Zeit.

Es sind einzelne Menschen, einzelne Momente, Begegnungen, Erinnerungen, die uns dieser Verlorenheit entreissen. So heisst es im Stück Folgendes:


In my heart, In my soul

I will flow, I will grow

Now I know, now I know

Das lyrische Ich ist sich sicher, in einen Fluss zu kommen und wachsen zu können. Dass dieses Wachstum kein körperliches ist, dürfte klar sein, auch wenn auf den ersten Blick das Atmen ein profan-natürlicher Vorgang zu sein scheint. Dies ist aber, liest man die Präambel zum Stück auf Bandcamp[4], ein gravierender Trugschluss. Das Bild, das sich hier ergibt, ist ein komplett anderes. So erläutert die Band dort, dass Atmen ein automatisierter Vorgang ist, der sich unserem Bewusstsein entzieht, was im selben Augenblick auch für unser Dasein gilt. Damit schliesst sich der Kreis zur Sinnsuche im Leben, denn der Mangel an Bewusstsein für das eigene Ich und seinen Platz in den Weiten des Universums führt dazu, dass wir weder unsere eigene Grenzen noch die anderer wirklich wahrnehmen.

Insgesamt handelt es sich damit um ein grundlegendes Problem nicht nur der westlichen Gesellschaft. Konsumieren wir Waren, die unter dem Leid anderer produziert wurden, sind wir uns dessen entweder nicht bewusst oder wir verzichten darauf, Anteil zu nehmen an ebendiesem Leid. Verzehren wir Produkte, die den Tod eines anderen Lebewesens bedeuten, so sind wir uns zwar des Schmerzes dieses Lebewesens durchaus bewusst, können aber noch nicht diesen Schritt gehen, darauf zu verzichten, denn schliesslich bedeutet dieser Verzicht für einen selbst eine neue Grenzziehung. Werden Kriege geführt, so sind diese wohl selten auf ein Bewusstsein des Schmerzes der anderen zurückzuführen. Insgesamt mag ein grosser Anteil des Schmerzes unserer Welt in fehlendem Bewusstsein oder der fehlenden Bereitschaft, ein solches zu entwickeln, liegen.

Um sich einer alten Haut zu entledigen, wie die Band das in der bereits benannten Präambel beschreibt, müssen wir aber erst die Resilienz mitbringen, das Darunterliegende zu pflegen. Ansonsten ist der letzte Atemzug rasch nicht nur ein symbolischer, sondern vielleicht auch ein tatsächlicher. Nicht jede:r ist in der Lage, den Sprung ins Unbekannte einfach so zu wagen[5]. Und doch sind wir gefordert, denn wir müssen Wege finden: I’ve got to let the last breath, let go. Dessen ist sich also auch das lyrische Ich bewusst.

Unterscheidet sich die Erzählerin des Stücks aber in ihrer Vehemenz und Entschlossenheit von manch einer Person ausserhalb der Fiktion, so gibt sie uns allen doch einen zentralen Hinweis darauf, was uns in unsere persönliche Freiheit führen könnte:

I won’t break, I won’t shake

I won’t do, as I am told

Die Grundpfeiler einer erfolgreichen Befreiung von der Unterdrückung des eigenen Ichs sind folglich, sich nicht brechen zu lassen, seine Furcht zu überwinden und – das scheint mir persönlich der zentralste Grundsatz zu sein – sich dem Gehorsam einer Gesellschaft, wie sie sich uns heutzutage präsentiert, zu entziehen. Folgt man immer brav, so verschenkt man sich die Chance, sein eigenes Wesen zu bewahren und man wird schliesslich korrumpiert und schwindet. Im Werk eines anderen Künstlers wird dies ebenso pointiert dargelegt: „Es ist besser, als Mensch zu sterben, denn als sinnloses Rädchen in deren Maschinerie zu leben.“[6] An derselben Stelle heisst es übrigens auch, dass die Gesellschaft versuchen werde, einen zu brechen.

Es ist also eine Problematik, der viele Menschen sich stellen, insbesondere jene, die sich eben nicht unterordnen wollen, die einen letzten Atemzug im alten Dasein nehmen wollen, um sich dann endgültig davon zu befreien. Nicht nur die Musik gibt uns hier Aufschluss über Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten der eigenen Freiheit, sondern auch Philosoph:innen wie beispielsweise Theodor W. Adorno oder der meist mitgenannte Max Horkheimer. Während in der Dialektik[7] Macht und Autorität im Zusammenhang mit dem „Gehorchenwollen“[8] stehen, erklärt Sartre bereits 1944, dass die Krise immer auch als Periode und Möglichkeit einer Veränderung angesehen werden kann. Das lyrische Ich des Stücks unterscheidet von Sartre aber die Position des Ichs gegenüber den anderen. Im Stück erklärt die Erzählerin sich einem Gegenüber: Sie werde nicht mehr dieselbe sein nach diesem letzten Atemzug im alten Dasein. Sartre sah die anderen jedoch nicht als Personen, denen man sich erklären müsste, sondern als Hölle[9]. Dabei erklärt Sartre aber auch, dass die anderen nur deshalb als Hölle gelten, weil sie Spiegel unseres Selbsts sind. Und diesen Spiegel wollen wir am allerwenigsten.

Genau hier wird es schwierig, die in „The Last Breath“ benannten Hinweise zur Weiterentwicklung des eigenen Ichs zu befolgen. Immer begeben wir uns in eine Abhängigkeit von anderen, sei dies im Sinne einer lebensnotwendigen Gemeinschaft zum Überleben, durch persönliche Verwicklungen oder eben auch dadurch, gemocht zu werden von anderen. Selbst Grenouille aus Süskinds Parfüm übergiesst sich am Ende mit seinem eigenen perfekten Parfüm, um geliebt zu werden und letzten Endes durch die Menschen verschlungen zu werden. Sein Tod bedeutet Befreiung.

Auch hier schliesst sich ein Kreis: I won’t be the same you knew. Damit schliesst das lyrische Ich den Atemkreis, haucht ein altes Leben aus, beginnt ein Neues. Vielleicht ist also die Endlichkeit nur ein Konzept, das zu überwinden es gilt[10]. Das Album Urge schliesst mit dem Stück „Confession“ und erklärt Vergangenheit und Zukunft als Konzepte, die im Schwund begriffen sind: Past and future, you are gone.[11] Blicken wir nun am Ende eines Lebens also zurück, so sollte uns nicht die Frage umtreiben, was wir denn erreichten, was wir verloren, sondern ob wir denn in unserem Leben wenigstens versucht hatten, unseren eigenen Atemrhythmus zu finden.

Breathless

For Holger, to whom I have always wanted to dedicate a text

When we reach the end of our lives, we imagine that we can see our lives unfold before us once again. We fear that what we will see will be a cheap production – it does not have to be 4K quality, but the plot should be fulfilling. The concept of death frightens us, but it is perhaps dying that we should be afraid of. However, we prefer to ignore this moment, because it may be associated with pain, illness and fear. We can categorise death much more easily from a scientific, spiritual or philosophical point of view. Kalte Nacht, a dark wave band from Greece, now dedicates their song ‘The Last Breath’[12] to precisely these last breaths, and thus to dying.

The band was formed in 2017, initially as a solo project by Nikos Konstantinidis, but was soon joined by Myrto Stylou. The track is listed fifth on the album Urge. The first song is ‘Runaway’ and the last is called ‘Confession’. Thus, ‘The Last Breath’ forms roughly the middle of the album and, in a sense, marks a turning point, not only structurally.

Most people rarely think about their last times during their lives, but rather about their first times: being alone for the first time, going out for the first time, loving for the first time, immersing into love for the first time. We only become aware of last times when they seem completely final. But for that to happen, we must first have been deprived of the opportunity to do something again. It is only then that we realise we spoke to someone for the last time, when that person dies or the threads connecting them to our lives are so definitively severed that no knot can hold the loose ends together anymore. Hope carries us on, and we usually do not want to admit that we did something for the last time. The memory of a last time, clouded with melancholy, lingers in our minds for a long time, and we cannot detach ourselves from the pain caused by having hurt a loved one during our last encounter.

Inhaling and exhaling are accompanied by these thoughts: I won’t wait, for the shout/Now it’s time to let go. Breathing, as a vital process in mammals, including humans, is often understood as the basis of life, the absence of which means death. This interpretation is obvious; it explains the expression ‘fading out’ in the final verse as disappearing from this life. Much more central than the disappearance of the mortal shell, which is only a vessel for a spirit that survives far longer, is the cry that Myrto also sings pointedly to the audience: in a time when silence is no longer an option, our cry must be heard far and wide.

Ever since humans began telling stories and preoccupying themselves with being and becoming, creation and destruction, we have repeatedly focused our consciousness on what it means to live. Different eras and different cultures offer different clues in the search for the meaning of life. Douglas Adams’ supercomputer[13], as the ultimate AI, gives 42 as the answer. Unfortunately, humanity has long forgotten the question. This is probably true of every society in every age, regardless of the era. This sense of loss gracefully runs through all times and worlds. Although the novel series contains a lot of humour, its core is not banal or funny. Humanity has long forgotten how to ask the right questions; it is the few people who often remain silent who actually have a lot to say. We live in too noisy a time.

It is individual people, individual moments, encounters and memories that rescue us from this lostness. The play says the following:

In my heart, In my soul

I will flow, I will grow

Now I know, now I know

The lyrical narrator is certain that he will enter a river and be able to grow. It should be clear that this growth is not physical, even if at first glance breathing seems to be a mundane, natural process. However, if you read the preamble to the piece on Bandcamp, this is a serious fallacy. The picture that emerges here is completely different. The band explains that breathing is an automated process that eludes our consciousness, which also applies to our existence at the same moment. This closes the circle on the search for meaning in life, because a lack of awareness of our own selves and our place in the vastness of the universe means that we do not really perceive our own limits or those of others.

Overall, this is a fundamental problem that is not limited to Western society. When we consume goods that have been produced through the suffering of others, we are either unaware of this or we choose not to take part in this suffering. When we consume products that mean the death of another living being, we are well aware of the pain of that being, but we cannot yet take the step of renouncing it, because ultimately this renunciation means setting a new boundary for ourselves. When wars are waged, they are rarely attributable to an awareness of the pain of others. Overall, a large part of the pain in our world may lie in a lack of awareness or a lack of willingness to develop such awareness. 

In order to shed our old skin, as the band describes in the aforementioned preamble, we must first have the resilience to nurture what lies beneath. Otherwise, the last breath will quickly become not only symbolic, but perhaps also real. Not everyone is able to simply take the leap into the unknown[14]. And yet we are challenged, because we must find ways: I’ve got to let the last breath, let go. The narrator is also aware of this. 

Although the narrator of the song differs in her vehemence and determination from many people outside of fiction, she nevertheless gives us all a key indication of what could lead us to our personal freedom:

I won’t break, I won’t shake

I won’t do, as I am told

The cornerstones of successfully freeing oneself from the oppression of one’s own ego are therefore not to let oneself be broken, to overcome one’s fears and – what seems to me personally to be the most central principle – to withdraw from obedience to society as it presents itself to us today. If you always follow the rules, you give away the chance to preserve your own essence and you will ultimately become corrupted and disappear. This is also pointedly expressed in the work of another artist: Es ist besser, als Mensch zu sterben, denn als sinnloses Rädchen in deren Maschinerie zu leben.[15] (‘It is better to die as a human being than to live as a meaningless cog in their machinery.’) Incidentally, the same passage also states that society will try to break you. 

It is therefore an issue that many people face[16], especially those who do not want to submit, who want to take one last breath in their old existence in order to finally free themselves from it. It is not only music that gives us insight into the possibilities or impossibilities of our own freedom, but also philosophers such as Theodor W. Adorno or the most frequently mentioned Max Horkheimer. While in dialectics power and authority are associated with ‘wanting to obey’[17], Sartre explained as early as 1944 that crisis can always be seen as a period and an opportunity for change. However, the lyrical ‘I’ in the play differs from Sartre in its position towards others. In the play, the narrator explains to her counterpart that she will no longer be the same after this last breath in her old existence. Sartre, however, did not see others as people to whom one had to explain oneself, but as hell[18]. Sartre also explains, however, that others are only considered hell because they are mirrors of ourselves. And this mirror is the last thing we want.

This is precisely where it becomes difficult to follow the advice given in „The Last Breath“ on how to develop one’s own self. We always find ourselves dependent on others, whether in the sense of a community that is essential for survival, through personal entanglements, or simply in order to be liked by others. Even Grenouille from Süskind’s Perfume ultimately douses himself with his own perfect perfume in order to be loved and ultimately devoured by people. His death means liberation.

Here, too, the circle closes: I won’t be the same you knew. With this, the lyrical ego closes the circle of breath, exhales an old life and begins a new one. So perhaps finitude is just a concept that needs to be overcome. The album Urge closes with the track ‘Confession’ and declares the past and future to be concepts that are in the process of disappearing: Past and future, you are gone.[19] So when we look back at the end of a life, we should not be preoccupied with the question of what we achieved, what we lost, but whether we at least tried to find our own breathing rhythm in our lives.

[1] Nachfolgende Zitate stammen, wenn nicht anders angegeben, aus: Kalte Nacht: „The Last Breath“. In: Urge: Cold Transmission Music, 2024.

[2] Douglas Adams: Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (1979).

[3] Gerade in der Schwarzen Szene wird häufig das Schweigen gegenüber Aktualitäten und im Angesicht politischer Haltungen kritisiert. Eine klare Haltung zu beziehen, ist aber für jeden Menschen notwendig und sich hinter anderen und deren Haltung zu verstecken, ist schlicht keinem Menschenleben angemessen. Diese Erkenntnis sickert allmählich auch durch die Ebenen einer Szene, die doch in ihrem Ursprung höchst gesellschaftskritisch ist, denn sind wir alle nicht im tiefsten Herzen auch Punks und Weltenverweiger:innen?

[4] Aussage der Band auf Bandcamp [27.09.2025]

[5] Dazu mehr im Essay „Sprung ins Unbekannte“.

[6] Zitiert nach: Nachtmahr: „Gehorsam“. In: Antithese: Trisol, 2019.

[7] Gemeint ist die Dialektik der Aufklärung (1947).

[8] Ziege, Eva-Maria: Gehorsame Rebellen. kas.de [27.09.2025]

[9] „L‘enfer c’est les autres.“ stammt aus dem Stück Huis Clos (1944), dt. Geschlossene Gesellschaft.

[10] Mehr zur Thematik der Unendlichkeit und deren Konzeption lässt sich im Essay „Sternentanz“ zum Stück „Süchtig nach Ewigkeit“ der Band Grausame Töchter nachlesen, das am 18. September auf dieser Plattform erschien.

[11] Kalte Nacht: „Confession“. In: Urge: Cold Transmission Music, 2024.

[12] If not stated otherwise, all of the following quotes are taken from: Kalte Nacht: „The Last Breath“. In: Urge: Cold Transmission Music, 2024.

[13] Douglas Adams: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (1992).

[14] More about choosing unknown ways in my other essay „Jumping into the unknown“.

[15] quoted from: Nachtmahr: „Gehorsam“. In: Antithese (2019).

[16] Ziege, Eva-Maria: Gehorsame Rebellen. kas.de [27.09.2025] /

[17] Dialektik der Aufklärung (1947).

[18] L‘enfer c’est les autres.“ is a quote from the play Huis Clos (1944). More about the topic of eternity and ist conceptions can be found in the essay „Dancing with the stars“ about the song „Süchtig nach Ewigkeit“ by Grausame Töchter.

[19] Kalte Nacht: „Confession“. In: Urge: Cold Transmission Music, 2024.


Eine Antwort zu „Atemholen“

  1. Avatar von Holger

    Meine liebe Goth Teacher.
    Meinen tiefen herzlichen Dank für die persönliche Widmung deines Kalte Nacht Blogs an mich. Ich fühle mich geehrt, sehr gerührt und irgendwie auch ein wenig wuschig.
    Da klingt wieder so viel an! Es macht einfach solche Freude mit deinen Ideen und Interpretationen in die Texte und Bedeutungswelten unserer Lieblinge einzutauchen.
    Und Kalte Nacht gehören definitiv zu meinen Lieblingen! Es war meine Band des Abends beim Cold Hearted Festival im November 24 in Dresden. Und schier grenzenlos war meine Freude Myrto und Nikos nach ihrem Auftritt am 6. September in der überaus empfehlenswerten Location „Das Rind“ in Rüsselsheim persönlich kennenzulernen.
    Aus dem großen, bunten Strauß an Gedankenspielen sprechen mich insbesondere zwei Textstellen an:
    Das „I won’t be the same you knew“ und die von dir so fein gewählte Veknüpfung zum Ende hin mit der Schlußzeile aus Confessions: „Past and future, you are gone“.
    Beide Aussagen kennzeichnen m.E. so wunderbar Elemente der Weisheiten Eckart Tolles, das ich seit ich deinen Blog las, wieder ganz oft daran denke und versuche sie zu leben. Ohne in Details zu versinken, kann das „I won’t be the same you knew“ einhergehen mit dem Erkennen und Auflösen unseres von Tolle sogenannten Ego-Ichs (in etwa das aus Gedanken selbst konstruierte Ich).
    Und das Treffende „Past and future, you are gone“ kann für das Loslösen von unserem Gedankenkarussell stehen, das einen in einer Tour über Vergangenes nachgrübeln und über Zukünftiges sorgen und ängstigen lässt.
    Das „Breath in, breath out“ kann dazu, bewusst gemacht, ein Schlüssel sein!
    Alles Liebe und ein herzliches Dankeschön
    Dein „boyoftheeighties“ Holger
    P.S. Wer Eckart Tolle entdecken möchte: Am liebsten mag ich es, wen er im Rahmen eines Auftrittes Fragen aus dem Publikum beantwortet. Erkenntnis kann auch komisch sein und zum Lachen bringen!